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Automobilwirtschaft & Strukturwandel

Ich helfe, die Transformation der deutschen Automobilindustrie zu verstehen

18 Jahre Erfahrung in der Analyse von Beschäftigungsdynamiken, Zuliefererstrukturen und makroökonomischen Effekten beim Übergang von Verbrenner zu Elektro.

18
Jahre Branchenerfahrung
50+
Publikationen & Studien
2009
Promotion Stuttgart
Dr. Klaus Hoffmann, Senior Research Fellow für Automobilwirtschaft und Strukturwandel am Mobilitätswandel Institut GmbH, Portrait in Nahaufnahme

Werdegang

Wie ich zur Automobilindustrie kam

Alles fing 2003 in Stuttgart an. Ich war gerade mit meinem Volkswirtschaftsstudium fertig und fasziniert von einer Frage: Wie funktioniert eigentlich die deutsche Automobilwirtschaft wirklich? Nicht die glatte PR-Version, sondern die echten Strukturen dahinter.

Während meiner Promotion von 2006 bis 2009 habe ich mich intensiv mit Zulieferernetzwerken in Baden-Württemberg beschäftigt. Das war damals noch eine Welt ohne Elektromobilität — aber die Netzwerkfragen, die Abhängigkeitsstrukturen, die regionalen Konzentrationsmuster, das alles war schon hochspannend. Ich bin raus aus dem Büro, hab mit Zulieferern gesprochen, in Produktionshallen gestanden, Daten gesammelt.

Die ersten zehn Jahre beim Institut für Wirtschaftsforschung Stuttgart waren prägend. Wir haben Prognosemodelle entwickelt, Szenarien durchgerechnet. Das gab mir ein tiefes Verständnis dafür, wie sensibel diese Industrie gegenüber Schocks ist — ob Finanzkrisen oder technologische Umbrüche. Und dann kam die Elektromobilität. Nicht als Trend, sondern als existenzielle Frage für Hunderttausende Arbeitsplätze.

Seit 2019 leite ich die Forschungsgruppe Mobilitätswandel beim Mobilitätswandel Institut. Hier kann ich mich vollständig auf die zentrale Herausforderung konzentrieren: Wie verstehen wir die aktuelle Transformation? Wie quantifizieren wir die Beschäftigungseffekte in Bayern und Baden-Württemberg? Wie analysieren wir die Chancen und Risiken für Zulieferer?

Modernes Forschungsbüro mit Schreibtisch, Computern und Fachzeitschriften zur Automobilindustrie, helles Tageslicht, Stuttgart-typische urbane Architektur im Hintergrund durch Fenster

Schwerpunkte

Woran ich arbeite

Meine Forschung konzentriert sich auf vier zentrale Bereiche der Automobilindustrie-Transformation in Deutschland.

Elektrifizierung der Fertigung

Der Übergang von Verbrennermotor zu Elektrofahrzeug ist nicht nur eine Technologiefrage. Ich untersuche, wie Hersteller wie Mercedes, BMW, Audi ihre Produktionsstätten umstrukturieren und welche regionalen Unterschiede es gibt.

Beschäftigungsdynamiken in Automobilregionen

Baden-Württemberg und Bayern sind das Herz der deutschen Automobilindustrie. Ich verfolge, wie sich Beschäftigung verlagert, wo Qualifikationen gebraucht werden und wie lokale Arbeitsmärkte reagieren.

Zulieferer-Anpassungsstrategien

Mittelständische Zulieferer stehen unter extremem Druck. Wie passen sie ihre Geschäftsmodelle an? Welche schaffen den Sprung zu E-Antrieben, Batterien und Software-Integration? Wer bleibt auf der Strecke?

BIP-Effekte & Makroökonomie

Die Transformation der Automobilindustrie hat enorme Auswirkungen auf das deutsche BIP. Ich modelliere Szenarien: Was passiert mit Wertschöpfung, Exporten und Wohlstand in verschiedenen Transformationspfaden?

Methode

Wie ich arbeite

Daten trifft Realität

Ich bin kein reiner Schreibtisch-Ökonom. Meine Arbeit kombiniert harte quantitative Analyse mit qualitativen Interviews bei Entscheidungsträgern in der Industrie.

Das bedeutet: Ich sitze mit Betriebsräten, Werksleitern und Geschäftsführern zusammen. Ich schaue mir Produktionsstätten an. Ich verstehe, wie sich Elektrifizierung konkret anfühlt — nicht als Statistik, sondern als Alltagsrealität für Menschen, die dort arbeiten.

Gleichzeitig nutze ich ökonometrische Modelle, um Szenarien durchzuspielen. Was passiert mit Beschäftigung, wenn die Elektromobilität schneller vorangeht? Wie resilient sind regionale Lieferketten? Wo entstehen neue Chancen?

Faktenbasiert, nicht ideologisch

Ich berichte, was die Daten zeigen — egal ob es Entscheidungsträgern passt oder nicht.

Verständnis für alle Seiten

Große Hersteller haben andere Herausforderungen als Zulieferer. Beide verstehen zu können ist essentiell.

Historische Perspektive

Ohne die Industriegeschichte zu verstehen, kann man die gegenwärtige Transformation nicht richtig einschätzen.

Wirtschaftswissenschaftler bei der Arbeit an Schreibtisch mit Papieren, Notizbücher und Taschenrechner, konzentrierter Blick auf Analysen, modernes Büro, natürliches Licht von vorne

Qualifikationen

Ausbildung & Karriere

2001–2005

Diplom Volkswirtschaftslehre

Universität Stuttgart, Schwerpunkt Industrieökonomie und Wirtschaftspolitik. Diplomarbeit über Zuliefererstrukturen in der Automobilindustrie Baden-Württembergs.

2006–2009

Promotion Dr. rer. pol.

Universität Stuttgart. Dissertation: “Zuliefernetzwerke und regionale Wertschöpfung in der Automobilindustrie Baden-Württembergs — Strukturelle Anfälligkeit und Anpassungskapazität”. Veröffentlicht 2010 als Monographie.

2009–2019

Senior Economist am Institut für Wirtschaftsforschung Stuttgart (IWS)

Leiter der Abteilung Industrieökonomie. Entwicklung von Prognosemodellen für Automobilregionen, Szenarioanalysen zur Fiskalpolitik, Studien zu Branchendynamiken in Baden-Württemberg und Bayern.

seit 2019

Senior Research Fellow am Mobilitätswandel Institut GmbH

Leitung der Forschungsgruppe “Strukturwandel & Beschäftigung”. Fokus auf Elektromobilität, regionale Transformationseffekte und Zulieferer-Resilienz. Publikationen in Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jahrbuch für Regionalwissenschaft, Wirtschaftsdienst.

Arbeiten

Aktuelle Forschung

Eine Auswahl meiner jüngsten Publikationen und Studien zur Automobilindustrie-Transformation.

In Kontakt kommen

Haben Sie Fragen zur Automobilindustrie-Transformation? Möchten Sie über eine Zusammenarbeit sprechen? Ich freue mich über Ihre Nachricht.

Organisation

Mobilitätswandel Institut GmbH

Fokus

Elektromobilität, regionale Beschäftigung, Zulieferer-Transformation, makroökonomische Szenarien

Standort

Stuttgart, Deutschland